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ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
Raphael Grabher – RGMarketing
Glänweg 3
6781 Bartholomäberg
Österreich
E-Mail: info@rgmarketing.at
Telefon: +43 664 1967400
Stand: 01. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
1.1. Raphael Grabher – RGMarketing, nachfolgend „Agentur“, erbringt sämtliche Leistungen ausschließlich auf Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
1.2. Diese AGB gelten ausschließlich für Rechtsgeschäfte mit Unternehmern im Sinne des österreichischen Rechts (B2B). Sie finden keine Anwendung auf Verträge mit Verbrauchern.
1.3. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses gültige Fassung dieser AGB.
1.4. Die AGB werden Vertragsbestandteil, wenn der Auftraggeber vor Vertragsabschluss auf deren Geltung hingewiesen wurde und die Möglichkeit hatte, sie einzusehen, herunterzuladen oder zu speichern.
1.5. Individuelle Vereinbarungen im Angebot, Vertrag oder in einer Auftragsbestätigung gehen diesen AGB vor.
1.6. Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn die Agentur deren Geltung ausdrücklich in Textform bestätigt hat.
1.7. Änderungen dieser AGB gelten für neu abgeschlossene Verträge. Auf bereits bestehende Vertragsverhältnisse finden geänderte AGB nur Anwendung, wenn dies mit dem Auftraggeber vereinbart wird oder sich die Änderung zwingend aus gesetzlichen Vorgaben ergibt.
2. Vertragsabschluss
2.1. Angebote der Agentur sind freibleibend, sofern im jeweiligen Angebot keine Bindungsfrist angegeben ist.
2.2. Ein Vertrag kommt insbesondere durch Annahme eines Angebots, Auftragsbestätigung, Bestätigung per E-Mail oder sonstiger elektronischer Kommunikation oder durch einvernehmlichen Beginn der Leistungserbringung zustande.
2.3. Der konkrete Leistungsumfang, Preis, Abrechnungsmodus, Projektzeitraum, eine allfällige Mindestlaufzeit sowie sonstige projektspezifische Vereinbarungen ergeben sich vorrangig aus dem jeweiligen Angebot oder Vertrag.
3. Leistungen der Agentur
3.1. Die Agentur erbringt insbesondere Leistungen in den Bereichen Marketing, Markenkommunikation, Social Media, Social-Media-Management, Performance Marketing, Online-Werbung, Content-Produktion, Fotografie, Videografie, Grafikdesign, Webdesign, Website-Erstellung, Website-Betreuung, Suchmaschinenoptimierung, Beratung sowie damit verbundenen digitalen und kreativen Dienstleistungen.
3.2. Geschuldet sind ausschließlich jene Leistungen, die im jeweiligen Angebot, Vertrag oder in einer sonstigen ausdrücklichen Vereinbarung enthalten sind.
3.3. Leistungen außerhalb des vereinbarten Leistungsumfangs stellen Zusatzleistungen dar und können gesondert verrechnet werden.
3.4. Nachträgliche Änderungen oder Erweiterungen des Auftrags können zu einer Anpassung von Preis und Fertigstellungsterminen führen.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1. Der Auftraggeber verpflichtet sich, sämtliche zur Durchführung des Auftrags erforderlichen Informationen, Unterlagen, Inhalte, Zugangsdaten, Ansprechpartner, Entscheidungen und Freigaben vollständig und rechtzeitig bereitzustellen.
Dies betrifft insbesondere Texte, Fotos, Videos, Logos, Corporate-Design-Unterlagen, Preis- und Produktinformationen, Zugangsdaten zu Websites, Domains, Hosting, Social-Media-Konten, Werbekonten und sonstigen technischen Systemen.
4.2. Verzögerungen, die aufgrund verspäteter oder unterlassener Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, verlängern vereinbarte Liefer- oder Projektfristen entsprechend.
4.3. Durch fehlende, verspätete oder nachträglich geänderte Angaben verursachter zusätzlicher Aufwand kann gesondert verrechnet werden.
4.4. Der Auftraggeber gewährleistet, dass sämtliche von ihm bereitgestellten Inhalte verwendet werden dürfen und keine Rechte Dritter verletzen.
Dies betrifft insbesondere Urheberrechte, Markenrechte, Persönlichkeitsrechte, Bildrechte, Musikrechte und sonstige Nutzungsrechte.
4.5. Wird die Agentur aufgrund vom Auftraggeber bereitgestellter Inhalte von Dritten in Anspruch genommen, hat der Auftraggeber die Agentur im gesetzlich zulässigen Umfang schad- und klaglos zu halten.
5. Freigaben, Korrekturen und Änderungswünsche
5.1. Entwürfe, Texte, Grafiken, Websites, Werbeanzeigen, Social-Media-Inhalte, Fotos, Videos und sonstige Arbeitsergebnisse sind vom Auftraggeber nach Übermittlung zeitnah zu prüfen.
5.2. Freigaben können insbesondere per E-Mail, Messenger, Projektmanagement-System oder einer anderen zwischen den Parteien verwendeten elektronischen Kommunikationsform erfolgen und sind verbindlich.
5.3. Nach einer Freigabe gewünschte Änderungen stellen grundsätzlich Zusatzleistungen dar, sofern sie nicht zur Behebung eines von der Agentur zu vertretenden Mangels erforderlich sind.
5.4. Im Angebot enthaltene Korrekturschleifen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung. Darüber hinausgehende Änderungswünsche können gesondert verrechnet werden.
5.5. Vor einer Veröffentlichung oder Produktion ist der Auftraggeber insbesondere für die sachliche Kontrolle von Namen, Preisen, Terminen, Kontaktdaten, Produktinformationen und sonstigen unternehmensbezogenen Angaben verantwortlich.
5.6. Wird der Auftraggeber ausdrücklich zur Endabnahme aufgefordert, hat er innerhalb der gesetzten angemessenen Frist entweder die Freigabe zu erteilen oder konkrete Mängel mitzuteilen. Erfolgt auch nach einer Erinnerung und angemessener Nachfrist keine Reaktion und wurde der Auftraggeber ausdrücklich auf diese Rechtsfolge hingewiesen, kann die Leistung als abgenommen gelten.
6. Konzept- und Ideenschutz
6.1. Von der Agentur entwickelte Konzepte, Strategien, Ideen, Entwürfe, Designs, Texte, Kampagnenansätze und kreative Vorleistungen dürfen ohne entsprechende Beauftragung und Nutzungsberechtigung weder wirtschaftlich verwertet noch an Dritte weitergegeben werden.
6.2. Dies gilt insbesondere auch für Präsentationen, Pitches, Vorentwürfe und Konzepte, die vor einer endgültigen Auftragserteilung erstellt werden.
6.3. Bestehende gesetzliche Urheber- und Schutzrechte bleiben unberührt.
7. Fremdleistungen und Fremdkosten
7.1. Die Agentur ist berechtigt, geeignete freie Mitarbeiter, Spezialisten, Produktionspartner oder sonstige Dritte zur Leistungserbringung heranzuziehen.
7.2. Fremdkosten sind nur dann im Agenturhonorar enthalten, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
Dazu zählen insbesondere Werbebudgets, Mediakosten, Hosting, Domains, Software, Apps, Plugins, Stockmaterial, Bild-, Video-, Musik- oder Schriftlizenzen, Druckkosten, Produktionskosten, Sprecher, Models, Übersetzungen, Versand- und Reisekosten.
7.3. Fremdkosten werden entweder unmittelbar vom Auftraggeber getragen oder entsprechend der Vereinbarung durch die Agentur weiterverrechnet.
7.4. Preisänderungen oder Änderungen der Konditionen externer Anbieter liegen außerhalb des Einflussbereichs der Agentur.
8. Performance Marketing und Werbebudgets
8.1. Betreuungshonorare für Performance Marketing, Social Ads oder sonstige bezahlte Werbung enthalten kein Werbe- oder Mediabudget, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
8.2. Werbeausgaben gegenüber Plattformen wie Meta, Google, LinkedIn, TikTok oder vergleichbaren Anbietern stellen gesonderte Kosten dar.
8.3. Die Agentur ist berechtigt, Kampagnen laufend nach fachlichem Ermessen zu optimieren, sofern dadurch das vereinbarte Gesamtbudget nicht ohne Zustimmung des Auftraggebers überschritten wird.
9. Keine Erfolgsgarantie
9.1. Die Agentur schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Marketing- und Kommunikationsleistungen, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen oder werblichen Erfolg, sofern ein solcher nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.
9.2. Insbesondere besteht keine Garantie hinsichtlich Umsatz, Gewinn, Verkäufen, Anfragen, Leads, Reservierungen, Buchungen, Reichweite, Impressionen, Followern, Interaktionen, Klicks, Klickpreisen, Conversion Rates, ROAS, Suchmaschinenpositionen oder sonstigen Kennzahlen.
9.3. Prognosen, Erfahrungswerte, Beispiele und frühere Kampagnenergebnisse stellen keine Zusicherung zukünftiger Ergebnisse dar.
9.4. Der Erfolg von Marketingmaßnahmen wird unter anderem durch Marktbedingungen, Wettbewerb, Preise, Angebot des Auftraggebers, Zielgruppenverhalten, Verfügbarkeit, Websitequalität, Budget, Plattformalgorithmen und sonstige externe Faktoren beeinflusst.
10. Social Media und externe Plattformen
10.1. Der Auftraggeber erkennt an, dass Social-Media-, Werbe-, Suchmaschinen-, Hosting- und sonstige Onlineplattformen von unabhängigen Drittunternehmen betrieben werden.
10.2. Die Agentur hat keinen Einfluss auf Änderungen von Algorithmen, Nutzungsbedingungen, Werberichtlinien, Plattformfunktionen, technischen Schnittstellen oder Preisen dieser Anbieter.
10.3. Plattformbetreiber können Beiträge, Anzeigen, Accounts oder Kampagnen ablehnen, einschränken, sperren oder entfernen.
10.4. Für solche Maßnahmen oder Ausfälle haftet die Agentur nicht, sofern sie diese nicht schuldhaft verursacht hat.
11. Webdesign, Wix Studio, Hosting und Domains
11.1. Der konkrete Umfang einer Website-Erstellung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.
11.2. Hosting, Domainkosten, Wix-Premium-Pläne, kostenpflichtige Apps, externe Software, Plugins, Schnittstellen und sonstige laufende Kosten sind nur im Honorar enthalten, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
11.3. Von RGMarketing erstellte Wix- bzw. Wix-Studio-Websites können nach Projektabschluss weiterhin über den Workspace bzw. Agenturzugang von RGMarketing verwaltet werden.
11.4. Der Auftraggeber kann nach vollständiger Zahlung verlangen, dass die Website – soweit dies technisch möglich ist – an einen von ihm bestimmten Wix-Account bzw. Workspace übertragen wird und RGMarketing seinen eigenen Zugriff vollständig entfernt.
11.5. Mit Entfernung der Agentur aus dem Projekt endet eine allfällige Verpflichtung zur laufenden technischen Betreuung, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
11.6. Der Auftraggeber ist nach Übergabe berechtigt, gewöhnliche inhaltliche Änderungen wie den Austausch von Texten, Bildern, Preisen oder vergleichbaren Inhalten vorzunehmen.
11.7. Wesentliche Veränderungen der Grundstruktur, des Designs, des Layoutsystems, der technischen Architektur oder des Gesamterscheinungsbildes sollen vor Durchführung mit der Agentur abgestimmt werden, insbesondere solange die Website einen sichtbaren Hinweis auf RGMarketing als Ersteller enthält.
11.8. Wird eine Website durch den Auftraggeber oder Dritte wesentlich verändert, ohne dass RGMarketing an diesen Änderungen beteiligt war, übernimmt die Agentur keine Verantwortung oder Gewährleistung für die veränderten Bereiche.
11.9. Bei wesentlichen nachträglichen Veränderungen ist die Agentur berechtigt zu verlangen, dass ein Hinweis auf RGMarketing als Ersteller entfernt oder entsprechend angepasst wird, sofern der veränderte Zustand nicht mehr repräsentativ für die ursprüngliche Leistung der Agentur ist.
11.10. Eine dauerhafte Wartung, Sicherung, Aktualisierung oder technische Betreuung einer Website ist nur geschuldet, wenn eine entsprechende laufende Betreuung vereinbart wurde.
12. Rechtliche Anforderungen an Websites
12.1. Die Agentur bietet keine Rechtsberatung.
12.2. Eine umfassende rechtliche Prüfung einer Website – insbesondere hinsichtlich Impressum, Datenschutz, Cookies, Wettbewerbsrecht, Barrierefreiheit, Informationspflichten, Branchenrecht oder sonstigen gesetzlichen Anforderungen – ist nur geschuldet, wenn eine solche Leistung ausdrücklich vereinbart wurde.
12.3. Vom Auftraggeber bereitgestellte Rechtstexte werden grundsätzlich ohne eigene rechtliche Prüfung übernommen.
13. Foto- und Videoproduktionen
13.1. Bei Foto- und Videoproduktionen besteht der geschuldete Leistungsumfang ausschließlich aus den vereinbarten Endprodukten.
13.2. Die Auswahl der zu bearbeitenden bzw. auszuliefernden Aufnahmen erfolgt grundsätzlich durch die Agentur, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
13.3. Ein Anspruch auf Herausgabe des gesamten aufgenommenen Materials besteht nicht.
Insbesondere besteht ohne ausdrückliche Vereinbarung kein Anspruch auf Herausgabe von RAW-Fotodateien, unbearbeiteten Fotos, Rohvideo, nicht verwendeten Aufnahmen, ungeschnittenem Material, unbearbeitetem Audiomaterial oder sonstigem Produktionsmaterial.
14. Offene und editierbare Dateien
14.1. Gegenstand des Auftrags sind grundsätzlich die vereinbarten Endprodukte.
14.2. Ein Anspruch auf Herausgabe interner, offener oder editierbarer Produktions- und Arbeitsdateien besteht nicht, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
Dies betrifft insbesondere PSD-, AI-, INDD-, Premiere-Pro-, After-Effects-, RAW-, Projekt-, Layout-, Quelldateien sowie vergleichbare Arbeitsdateien.
14.3. Die Überlassung solcher Dateien kann gesondert vereinbart und vergütet werden.
15. Einsatz künstlicher Intelligenz
15.1. Die Agentur ist berechtigt, im Rahmen ihrer Leistungserbringung moderne digitale und KI-gestützte Werkzeuge einzusetzen.
Dies kann insbesondere die Bereiche Recherche, Ideenfindung, Text, Übersetzung, Bildbearbeitung, Bildgenerierung, Video, Audio, Gestaltung, Datenanalyse, Automatisierung und Produktionsunterstützung betreffen.
15.2. Zum Einsatz können beispielsweise Systeme von OpenAI, Adobe, Canva, Google, Anthropic, Meta oder vergleichbaren Anbietern kommen.
15.3. KI-generierte oder KI-unterstützte Ergebnisse werden von der Agentur im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs weiterbearbeitet, geprüft oder kuratiert.
15.4. Der Auftraggeber erkennt an, dass bei KI-generierten Inhalten nicht in jedem Fall ausschließliche Rechte oder urheberrechtlicher Schutz entstehen und dass vergleichbare Ergebnisse grundsätzlich auch von Dritten erzeugt werden können.
15.5. Eine bestimmte rechtliche Schutzfähigkeit oder absolute Exklusivität von KI-generierten Bestandteilen wird nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
15.6. Soweit beim Einsatz von KI-Systemen personenbezogene oder vertrauliche Daten verarbeitet werden müssten, erfolgt dies nur im Rahmen der anwendbaren rechtlichen Vorgaben und erforderlichenfalls aufgrund gesonderter Vereinbarungen.
16. Urheber- und Nutzungsrechte
16.1. Urheberrechte an von der Agentur geschaffenen Werken verbleiben beim jeweiligen Urheber.
16.2. Der Auftraggeber erhält nach vollständiger Bezahlung jene Nutzungsrechte, die zur Nutzung der Leistung für den vereinbarten Vertragszweck erforderlich sind.
16.3. Bei Websites, Social Media, Online-Werbung und sonstigen digitalen Medien umfasst das Nutzungsrecht auch die technisch bedingte weltweite Veröffentlichung und Abrufbarkeit.
16.4. Nutzungsrechte an Drittmaterial wie Stockfotos, Musik, Schriftarten, Software oder sonstigen Lizenzinhalten richten sich zusätzlich nach den Lizenzbedingungen des jeweiligen Rechteinhabers.
16.5. Eine Nutzung außerhalb des vereinbarten Vertragszwecks kann einer gesonderten Vereinbarung und Vergütung bedürfen.
17. Kennzeichnung und Referenznutzung
17.1. Die Agentur ist berechtigt, bei von ihr erstellten Websites oder anderen geeigneten Arbeiten einen angemessenen Hinweis auf RGMarketing als Ersteller bzw. Urheber anzubringen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
17.2. Die Agentur ist berechtigt, abgeschlossene oder veröffentlichte Projekte, den Namen und das Logo des Auftraggebers sowie öffentlich zugängliche Projektinhalte als Referenz für die eigene Website, Social Media, Präsentationen, Portfolio und Eigenwerbung zu verwenden.
17.3. Berechtigte Geheimhaltungsinteressen des Auftraggebers sind zu berücksichtigen.
18. Termine und Projektfristen
18.1. Termine und Lieferfristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden.
18.2. Verzögerungen aufgrund fehlender Informationen, Freigaben oder sonstiger Mitwirkung des Auftraggebers verlängern Fristen entsprechend.
18.3. Bei höherer Gewalt oder sonstigen Ereignissen außerhalb des Einflussbereiches der Agentur verlängern sich Fristen um die Dauer der Behinderung.
19. Vertragsdauer, Mindestlaufzeit und ordentliche Kündigung
19.1. Projektbezogene Einzelaufträge enden grundsätzlich mit vollständiger Erbringung und Abrechnung der vereinbarten Leistung.
19.2. Für laufende Betreuungsverträge gilt die im jeweiligen Angebot oder Vertrag festgelegte Mindestlaufzeit.
19.3. Sofern keine andere Mindestlaufzeit ausdrücklich vereinbart wurde, beträgt die Mindestlaufzeit drei Monate.
19.4. Bei umfangreicheren laufenden Betreuungsverhältnissen kann insbesondere eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten vereinbart werden. Maßgeblich ist die im jeweiligen Angebot oder Vertrag ausdrücklich angegebene Mindestlaufzeit.
19.5. Eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der vereinbarten Mindestlaufzeit ist ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Auflösung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
19.6. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit läuft das Vertragsverhältnis auf unbestimmte Zeit weiter, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
19.7. Danach kann das Vertragsverhältnis unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei vollen Kalendermonaten zum Monatsende ordentlich gekündigt werden.
Der Kalendermonat, in dem die Kündigung bei der Agentur eingeht, wird nicht als einer der drei Kündigungsmonate mitgerechnet.
Beispiel: Geht eine Kündigung am 12. April bei der Agentur ein, läuft das Vertragsverhältnis noch während April sowie während der drei vollen Kalendermonate Mai, Juni und Juli und endet mit Ablauf des 31. Juli.
19.8. Die Kündigung ist in Textform, insbesondere per E-Mail, zu erklären. Eine eigenhändige Unterschrift oder ein signiertes PDF ist nicht erforderlich.
19.9. Die Kündigung muss eindeutig als Kündigung erkennbar sein und jedenfalls den Auftraggeber, das betroffene Vertrags- bzw. Betreuungsverhältnis und das gewünschte Vertragsende erkennen lassen.
Zusätzlich ist aus Dokumentationsgründen der Kündigungsgrund anzugeben. Das Fehlen eines Kündigungsgrundes allein führt bei einer ansonsten eindeutigen ordentlichen Kündigung jedoch nicht zu deren Unwirksamkeit.
19.10. Wird während einer noch laufenden Mindestlaufzeit gekündigt, gilt die Kündigung – sofern aus ihr nichts anderes hervorgeht – als zum frühestmöglichen vertraglichen Kündigungstermin ausgesprochen.
20. Vergütung während der Kündigungsfrist und Leistungsruhe
20.1. Bis zum tatsächlichen Vertragsende bleiben die gegenseitigen vertraglichen Verpflichtungen einschließlich der vereinbarten Vergütung grundsätzlich aufrecht.
20.2. Wünscht der Auftraggeber während einer laufenden Mindest- oder Kündigungsfrist, dass einzelne oder sämtliche Leistungen nicht mehr ausgeführt werden, führt dies grundsätzlich nicht zu einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages oder zum automatischen Entfall des vereinbarten laufenden Honorars.
20.3. Laufende Pauschalhonorare berücksichtigen insbesondere auch die Reservierung von Kapazitäten, Verfügbarkeit, Planung und laufende organisatorische Bereithaltung der Agentur.
20.4. Eine abweichende einvernehmliche Regelung über eine vorzeitige Reduktion oder Beendigung von Leistungen kann jederzeit individuell getroffen werden.
20.5. Zwingende gesetzliche Anrechnungspflichten, insbesondere hinsichtlich tatsächlich ersparter Aufwendungen, bleiben unberührt.
21. Vorzeitige Vertragsauflösung und Projektabbruch
21.1. Beide Vertragsparteien können einen Vertrag aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung auflösen, wenn die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar ist.
21.2. Ein wichtiger Grund auf Seiten der Agentur liegt insbesondere vor, wenn der Auftraggeber trotz angemessener Nachfrist wesentliche Mitwirkungspflichten nicht erfüllt oder fällige Zahlungen nicht leistet.
21.3. Wird ein Projekt aus Umständen, die der Sphäre des Auftraggebers zuzurechnen sind, nicht ausgeführt oder vorzeitig beendet, sind die bis dahin erbrachten Leistungen sowie bereits entstandene oder verbindlich eingegangene Fremdkosten zu bezahlen.
21.4. Darüber hinaus gelten insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen des § 1168 ABGB. Soweit danach trotz Unterbleibens einer Leistung ein Entgeltanspruch besteht, werden gesetzlich erforderliche Anrechnungen ersparter Aufwendungen oder anderweitigen Erwerbs berücksichtigt.
22. Honorar und Abrechnung
22.1. Die Höhe des Honorars ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder Vertrag.
22.2. Sämtliche angegebenen Preise verstehen sich, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
22.3. Die Abrechnung kann je nach vereinbartem Auftrag insbesondere im Voraus, zu Monatsbeginn, am Monatsende, nach Projektfortschritt, nach vereinbarten Meilensteinen oder nach Projektabschluss erfolgen.
22.4. Maßgeblich ist die im jeweiligen Angebot oder Vertrag festgelegte Abrechnungsweise.
22.5. Bei größeren oder länger laufenden Projekten ist die Agentur berechtigt, angemessene Akonto-, Voraus-, Teil- oder Zwischenrechnungen zu stellen, soweit keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
22.6. Leistungen, die nicht vom vereinbarten Honorar umfasst sind, können zusätzlich verrechnet werden.
23. Zahlungsbedingungen und Zahlungsverzug
23.1. Rechnungen sind innerhalb von sieben Tagen ab Rechnungserhalt ohne Abzug zur Zahlung fällig.
23.2. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen für Unternehmergeschäfte.
23.3. Die Agentur ist im Verzugsfall berechtigt, die gesetzlich vorgesehene Pauschale für Betreibungskosten sowie darüber hinausgehende notwendige und zweckentsprechende Betreibungs-, Inkasso- und Rechtsverfolgungskosten geltend zu machen.
23.4. Bei Zahlungsverzug ist die Agentur berechtigt, laufende Leistungen bis zur vollständigen Begleichung der fälligen Forderungen vorübergehend einzustellen.
Dadurch verursachte Projekt- oder Veröffentlichungstermine verlängern sich entsprechend.
23.5. Die Zurückhaltung einer Leistung wegen eines Zahlungsverzuges führt nicht automatisch zu einer Reduktion vereinbarter laufender Honorare.
23.6. Nutzungsrechte an noch nicht vollständig bezahlten Leistungen gehen erst mit vollständiger Zahlung auf den Auftraggeber über.
24. Gewährleistung
24.1. Der Auftraggeber hat erbrachte Leistungen nach Übergabe unverzüglich zu prüfen.
Offensichtliche Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von acht Tagen nach Übergabe, nachvollziehbar anzuzeigen.
Verdeckte Mängel sind unverzüglich nach deren Erkennen anzuzeigen.
24.2. Bei einem berechtigten Mangel ist der Agentur zunächst Gelegenheit zur Verbesserung innerhalb angemessener Frist einzuräumen.
24.3. Die Gewährleistungsfrist beträgt im Unternehmergeschäft, soweit gesetzlich zulässig, sechs Monate ab Übergabe bzw. Leistungserbringung.
24.4. Kein Mangel liegt allein deshalb vor, weil eine Leistung nachträglich nicht mehr den subjektiven geschmacklichen Vorstellungen des Auftraggebers entspricht, sofern sie dem vereinbarten Leistungsumfang bzw. einer erteilten Freigabe entspricht.
24.5. Für nachträgliche Veränderungen durch den Auftraggeber oder Dritte übernimmt die Agentur keine Gewährleistung, soweit der geltend gemachte Mangel auf diese Veränderung zurückzuführen ist.
25. Haftung
25.1. Die Agentur haftet für von ihr schuldhaft verursachte Schäden nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der nachfolgenden Einschränkungen.
25.2. Die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Sach- und Vermögensschäden ist im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen.
25.3. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht in Fällen, in denen eine Haftungsbeschränkung gesetzlich unzulässig ist.
25.4. Im gesetzlich zulässigen Umfang ist eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn ausgeschlossen, sofern diese nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden.
25.5. Für Inhalte, Informationen oder Vorgaben, die vom Auftraggeber bereitgestellt oder ausdrücklich freigegeben wurden, haftet die Agentur nur insoweit, als sie selbst ein schuldhaftes Verhalten trifft.
25.6. Die Agentur haftet nicht für technische Ausfälle, Sperren, Änderungen oder Entscheidungen externer Plattformen und Dienstleister, sofern sie diese nicht schuldhaft verursacht hat.
26. Rechtliche Zulässigkeit von Kundenangaben und Werbung
26.1. Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, dass von ihm bereitgestellte Angaben über Produkte, Dienstleistungen, Preise, Eigenschaften, Aktionen und sonstige geschäftliche Tatsachen richtig und belegbar sind.
26.2. Eine umfassende rechtliche Prüfung nach Wettbewerbs-, Marken-, Urheber-, Datenschutz-, Medien-, Gewerbe-, Lebensmittel-, Gesundheits-, Barrierefreiheits- oder sonstigem Spezialrecht ist nicht Bestandteil der Leistung, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
26.3. Erkennt die Agentur offensichtlich problematische Inhalte, kann sie den Auftraggeber darauf hinweisen oder deren Veröffentlichung bis zur Klärung ablehnen.
27. Speicherung und Archivierung
27.1. Die Agentur bewahrt vorhandene Projekt-, Produktions-, Arbeits- und Rohdateien für einen Zeitraum von sechs Monaten nach Abschluss des jeweiligen Projekts bzw. nach Beendigung des laufenden Vertragsverhältnisses auf.
27.2. Innerhalb dieser sechs Monate besteht keine Garantie, dass technisch nicht mehr verfügbare Daten, Daten externer Plattformen oder aufgrund technischer Schäden verlorene Daten wiederhergestellt werden können. Die Agentur trifft jedoch die im normalen Geschäftsbetrieb vorgesehenen angemessenen Sicherungsmaßnahmen.
27.3. Nach Ablauf von sechs Monaten besteht keine Verpflichtung zur weiteren Aufbewahrung.
27.4. Eine tatsächlich darüber hinausgehende interne Aufbewahrung – beispielsweise über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren – begründet keinen Anspruch des Auftraggebers auf eine entsprechend längere Speicherung oder Wiederherstellung.
27.5. Daten dürfen nach Ablauf der garantierten Aufbewahrungsfrist gelöscht, überschrieben oder im Rahmen regulärer Speicherzyklen entfernt werden.
27.6. Der Auftraggeber ist für die dauerhafte Archivierung der ihm übergebenen Endprodukte verantwortlich.
28. Datenschutz
28.1. Personenbezogene Daten werden nach den jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeitet.
28.2. Soweit die Agentur personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet und eine Auftragsverarbeitung im Sinne der DSGVO vorliegt, wird erforderlichenfalls eine gesonderte Vereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
29. Vertraulichkeit
29.1. Beide Parteien behandeln ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit zugänglich gemachte und erkennbar vertrauliche Geschäfts- und Betriebsinformationen vertraulich.
29.2. Die Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die bereits öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen offengelegt werden müssen.
30. Erfüllungsort, anwendbares Recht und Gerichtsstand
30.1. Auf sämtliche Vertragsverhältnisse zwischen der Agentur und dem Auftraggeber findet österreichisches materielles Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts Anwendung.
30.2. Erfüllungsort ist der Sitz der Agentur.
30.3. Für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis wird – soweit gesetzlich zulässig – die Zuständigkeit des für den Sitz der Agentur örtlich und sachlich zuständigen Gerichts vereinbart.
31. Schlussbestimmungen
31.1. Änderungen und Ergänzungen einzelner Verträge sollen aus Beweisgründen in Textform erfolgen.
31.2. Individuell vereinbarte Änderungen gehen diesen AGB vor.
31.3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung treten die anwendbaren gesetzlichen Vorschriften.
31.4. Eine unwirksame Bestimmung ist nicht automatisch durch eine Bestimmung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Klausel möglichst nahekommt, soweit eine solche geltungserhaltende Reduktion gesetzlich nicht zulässig ist.
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