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Social Search für Unternehmen: So werden Sie auf Instagram und TikTok gefunden

  • Raphael Grabher
  • 14. Aug.
  • 6 Min. Lesezeit

Wer heute nach einem Restaurant, Hotel, Handwerksbetrieb, Ausflugsziel oder Dienstleister sucht, öffnet nicht automatisch zuerst Google. Gerade jüngere Zielgruppen suchen auch direkt auf Instagram oder TikTok nach Empfehlungen, Erfahrungen, Anleitungen und Unternehmen in ihrer Umgebung.

Aus Social Media wird damit zunehmend eine Suchplattform. Dieser Bereich wird häufig als Social Search bezeichnet.


Für Unternehmen bedeutet das: Ein Beitrag muss nicht nur im Feed gut aussehen. Er sollte auch verständlich vermitteln, worum es geht, für wen der Inhalt relevant ist und in welcher Region das Angebot verfügbar ist.

Gerade für KMU in Vorarlberg, Liechtenstein, der Bodenseeregion und im Raum Innsbruck kann Social Search eine wertvolle Ergänzung zur eigenen Website und zur klassischen Google-Suche sein.



Was bedeutet Social Search?

Social Search beschreibt die Suche nach Informationen direkt innerhalb sozialer Netzwerke.

Nutzer geben dabei beispielsweise Begriffe ein wie:


  • Restaurant in Feldkirch

  • Wellnesshotel im Montafon

  • Hochzeitslocation Vorarlberg

  • Badezimmer renovieren

  • IT-Betreuung Liechtenstein

  • Wandern mit Kindern am Bodensee

  • Ausflug bei Regen in Vorarlberg

Anschließend werden passende Profile, Videos, Beiträge, Orte oder Themen angezeigt.

Die Nutzer suchen dabei oft nicht nur nach einer Adresse. Sie möchten sehen, wie ein Betrieb wirkt, welche Erfahrungen andere Menschen gemacht haben und ob das Angebot zu ihnen passt.

Ein kurzes Video kann deshalb gleichzeitig Inspiration, Information und erster Eindruck eines Unternehmens sein.



Warum Social Search für regionale Unternehmen wichtig ist

Regionale Unternehmen profitieren besonders davon, wenn ihre Inhalte einen klaren Bezug zu einem Ort oder Einzugsgebiet haben.

Ein Hotel im Montafon konkurriert nicht mit jedem Hotel im deutschsprachigen Raum. Es möchte von Menschen gefunden werden, die konkret nach einer Unterkunft, Aktivität oder Reiseidee in der Region suchen.

Dasselbe gilt für einen Handwerksbetrieb in Vorarlberg, ein Restaurant am Bodensee oder einen IT-Dienstleister in Liechtenstein.

Wer in seinen Inhalten nur allgemein über „unser Angebot“, „unser Team“ oder „unsere Leistungen“ spricht, macht es Menschen schwerer zu erkennen, ob der Beitrag für ihre Suche relevant ist.


Konkretere Formulierungen schaffen mehr Orientierung:

Statt:

„Ein wunderschöner Sommertag bei uns.“

Besser:

„Drei Ideen für einen Sommertag im Montafon.“


Statt:

„Ein weiteres erfolgreiches Projekt.“

Besser:

„So läuft eine Badsanierung in einem bewohnten Einfamilienhaus ab.“


Statt:

„Wir kümmern uns um Ihre Technik.“

Besser:

„IT-Betreuung für kleine und mittlere Unternehmen in Vorarlberg.“


Der Inhalt muss dadurch nicht werblicher werden. Er wird lediglich verständlicher.



Der Profilname sollte sofort verständlich sein

Bei der Social Search zählt nicht nur der einzelne Beitrag. Auch das gesamte Profil muss klar einzuordnen sein.

Ein kreativer Markenname kann gut funktionieren. Wer das Unternehmen noch nicht kennt, weiß dadurch aber möglicherweise nicht, welche Leistung angeboten wird.

Deshalb sollte die Profilbeschreibung verständlich beantworten:

  • Was macht das Unternehmen?

  • Für wen ist das Angebot gedacht?

  • Wo ist das Unternehmen tätig?

  • Wie kann Kontakt aufgenommen werden?

Auch der angezeigte Profilname kann eine ergänzende Leistungs- oder Ortsangabe enthalten, sofern dies zum Auftritt passt.

Ein Nutzer sollte nicht mehrere Beiträge öffnen müssen, um herauszufinden, ob er auf dem Profil eines Hotels, einer Werbeagentur, eines Installateurs oder eines IT-Unternehmens gelandet ist.



Suchbegriffe müssen natürlich in den Inhalt eingebaut werden

Social Search funktioniert nicht dadurch, dass möglichst viele Keywords ohne Zusammenhang in eine Caption geschrieben werden.

Der Inhalt sollte die Begriffe verwenden, nach denen potenzielle Kunden tatsächlich suchen. Diese können an mehreren Stellen vorkommen:

  • in der gesprochenen Sprache eines Videos

  • in einer Texteinblendung

  • in der Überschrift eines Beitrags

  • in der Caption

  • in der Profilbeschreibung

  • in Orts- und Standortangaben

Wichtig ist, dass die Formulierungen natürlich bleiben.

Ein Video mit dem Titel „Drei häufige Fehler bei einer neuen Unternehmenswebsite“ ist verständlicher als ein Video mit einer allgemeinen Überschrift wie „Das sollten Sie unbedingt wissen“.


Ein Restaurant kann erklären, welche Gerichte angeboten werden, ob Reservierungen nötig sind oder ob es vegetarische Möglichkeiten gibt. Ein Hotel kann konkrete Fragen zur Lage, Anreise oder Umgebung beantworten. Ein Handwerksbetrieb kann einzelne Arbeitsschritte oder typische Kundenfragen erklären.

Je klarer das Thema erkennbar ist, desto leichter können Menschen einschätzen, ob der Beitrag zu ihrer Suche passt.



Regionale Begriffe gezielt und glaubwürdig verwenden

Für lokale Social Search sind Ortsangaben hilfreich. Sie sollten jedoch nicht wahllos an jeden Beitrag angehängt werden.

Ein Unternehmen aus dem Montafon muss nicht in jedem Satz „Vorarlberg“, „Liechtenstein“, „Bodensee“ und „Innsbruck“ nennen. Das wirkt schnell künstlich und ungenau.

Besser ist ein klarer regionaler Bezug, der zum jeweiligen Inhalt passt.

Mögliche Formulierungen sind:

  • Einblicke aus unserem Betrieb in Dornbirn

  • Ausflugsideen für Familien im Montafon

  • Webdesign für KMU in Vorarlberg

  • IT-Lösungen für Unternehmen in Liechtenstein

  • Restauranttipps rund um den Bodensee

  • Veranstaltungsmarketing im Raum Innsbruck

Auch erkennbare Orte, regionale Besonderheiten und tatsächliche Einblicke können den Bezug zur Region stärken.

Die Inhalte sollten nicht so wirken, als könnte derselbe Beitrag unverändert für jedes Unternehmen an jedem Ort verwendet werden.



Hilfreiche Antworten werden eher gesucht als reine Werbung

Menschen öffnen Instagram oder TikTok selten mit dem Ziel, eine klassische Werbeanzeige eines unbekannten Unternehmens zu suchen.

Sie suchen nach Antworten, Empfehlungen, Ideen und Lösungen.

Für Unternehmen ergeben sich daraus zahlreiche sinnvolle Themen:

  • Was kostet die Leistung?

  • Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

  • Wie lange dauert die Umsetzung?

  • Was muss der Kunde vorbereiten?

  • Welche Fehler treten häufig auf?

  • Welche Lösung passt zu welcher Situation?

  • Was unterscheidet zwei Angebote?

  • Was sollte vor einer Buchung beachtet werden?

Ein Hotel könnte erklären, welche Aktivitäten bei schlechtem Wetter möglich sind. Ein Handwerksbetrieb könnte zeigen, welche Vorbereitungen vor einem Umbau sinnvoll sind. Ein IT-Unternehmen könnte verständlich erklären, warum regelmäßige Datensicherungen notwendig sind.

Solche Inhalte machen die Kompetenz eines Unternehmens sichtbar, ohne ständig direkt verkaufen zu müssen.



Instagram und TikTok ersetzen die Website nicht

Social Search ist wichtig, aber sie macht eine professionelle Website nicht überflüssig.

Auf Social Media entsteht häufig der erste Kontakt. Die Website liefert anschließend ausführlichere Informationen, Leistungen, Referenzen, Kontaktmöglichkeiten und rechtlich notwendige Angaben.

Auch Google und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil bleiben für regionale Suchanfragen relevant.

Die Plattformen erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

  • Social Media schafft Aufmerksamkeit und vermittelt Persönlichkeit.

  • Die Website erklärt das Angebot strukturiert und dauerhaft.

  • Google und Maps helfen bei konkreten lokalen Suchen.

  • Das Unternehmensprofil schafft zusätzliche Orientierung durch Standort, Kontaktdaten und Öffnungszeiten.

Eine gute regionale Sichtbarkeit entsteht deshalb nicht durch eine einzelne Plattform, sondern durch ein stimmiges Zusammenspiel.



Muss jedes Unternehmen auf TikTok aktiv sein?

Nein. Social Search bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen sofort auf allen Plattformen vertreten sein muss.

Entscheidend ist, wo die eigene Zielgruppe sucht und welche Inhalte realistisch produziert werden können.

Für manche Betriebe ist Instagram die wichtigste Plattform. Bei anderen kann TikTok zusätzliche Reichweite und neue Zielgruppen erschließen. Für Geschäftskunden kann wiederum LinkedIn relevanter sein.

Ein unregelmäßig gepflegter Auftritt auf fünf Plattformen ist nicht automatisch besser als ein klarer und aktiver Auftritt auf ein oder zwei passenden Kanälen.

Die Plattformauswahl sollte deshalb zur Zielgruppe, zum Unternehmen und zu den verfügbaren Ressourcen passen.



Häufige Fehler bei Social Search

Ein häufiger Fehler besteht darin, Inhalte ausschließlich aus Sicht des Unternehmens zu formulieren.

Intern ist vielleicht klar, was ein Projekt, Produktname oder Fachbegriff bedeutet. Außenstehende suchen jedoch häufig mit ganz anderen Begriffen.

Weitere typische Fehler sind:

  • unklare Profilbeschreibungen

  • Beiträge ohne erkennbare Themen

  • fehlende Ortsangaben bei regionalen Angeboten

  • allgemeine Überschriften ohne konkreten Nutzen

  • zu viele unterschiedliche Themen ohne Zusammenhang

  • ausschließlich werbliche Inhalte

  • Texte, die nur aus Keywords bestehen

  • Profile mit veralteten Kontaktinformationen

Social Search benötigt keine komplizierte Geheimstrategie. Meist beginnt die Verbesserung mit klareren Inhalten und einem besseren Verständnis der tatsächlichen Kundenfragen.



Regelmäßigkeit ist wichtiger als ein einzelner viraler Beitrag

Ein virales Video kann kurzfristig viele Menschen erreichen. Für ein regionales Unternehmen ist eine hohe Reichweite allein jedoch nicht automatisch entscheidend.

Wichtiger ist, ob die richtigen Personen den Inhalt sehen, das Unternehmen verstehen und bei Bedarf wiederfinden.

Eine langfristige Social-Search-Strategie baut deshalb auf mehreren Beiträgen auf, die unterschiedliche Fragen rund um ein Thema beantworten.

So entsteht nach und nach eine kleine Wissenssammlung innerhalb des Profils. Neue Besucher können sich einen Überblick verschaffen, während bestehende Inhalte weiterhin über die Suche gefunden werden können.

Das erfordert Geduld. Nach zwei Wochen lässt sich meist noch nicht zuverlässig beurteilen, welche Wirkung ein langfristig aufgebauter Social-Media-Auftritt entwickelt.



Social Search mit RGMarketing gezielt aufbauen

RGMarketing unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aus Vorarlberg, Liechtenstein, der Bodenseeregion und dem Raum Innsbruck bei der laufenden Planung und Umsetzung ihrer Social-Media-Inhalte.


Dabei geht es nicht nur darum, regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Inhalte sollen verständlich aufgebaut sein, zur Zielgruppe passen und echte Fragen potenzieller Kunden beantworten.


Je nach Bedarf können Themenplanung, Dreharbeiten, Foto- und Videoproduktion, Texte, Gestaltung sowie Veröffentlichung übernommen werden.


Sie möchten Social Media nicht nur als digitalen Schaukasten nutzen, sondern mit relevanten Inhalten besser gefunden werden? Gemeinsam kann eine passende Themenstruktur für Ihr Unternehmen und Ihre Region entwickelt werden.

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